Die Geschichte der Adventgemeinde Aschaffenburg



frühe GemeindegliederAm 12. Januar 1928 erhielt Friedrich Schrattenholzer den Auftrag, in Aschaffenburg als PredigerOhmbachgasse (Pastor) zu beginnen. Er hatte gerade sein Studium am Seminar Marienhöhe beendet. Keine leichte Aufgabe, da er erst einmal eine Gemeinde gründen mußte. Es dauerte zweieinhalb Jahre, ehe 12 Personen den Mut gefunden hatten, nach und nach gegen alle Widerstände und Konventionen ihre Überzeugung, die sie durch das Studium der Hlg. Schrift gewonnen hatten, durch die Taufe öffentlich zu bekennen. Bei ihrer Gründung im Herbst 1930 bestand die Adventgemeinde Aschaffenburg also aus 14 Personen inklusive Prediger Schrattenholzer und seiner Frau. Die Versammlungen fanden in der Wohnung des Vaters von Gemeindeleiter Ernst Morhard in der Ohmbachsgasse statt.


PolitplakatBis 1933 wuchs die Zahl der Gemeindeglieder auf 23, und die Wohnung wurde zu klein. Man war gezwungen, einen Saal in der Gaststätte "Erbsenschwind" zu mieten. Die folgenden Jahre des 3. Reiches waren für die junge Gemeinde sehr schwierig. Trotz viel Einsatzes interessierte sich niemand für die Adventbotschaft. Dazu kamen politische Wirren, mit der Folge, daß die Gemeinde ab etwa 1936 teilweise zerfiel. Man versammelte sich nur noch sporadisch in Privatwohnungen und ein Teil der Glieder wurde von der Gemeinde Hanau aufgenommen.


Kurz vor Kriegsende im Jahre 1944 begann Prediger Wilhelm Haas erneut in Aschaffenburg GemeindeGlieder 1948 Bibelstunden anzubieten. Ab 1946 kann man dann wieder von einem geregelten Gemeindeleben sprechen. Damals wurden in der Waschküche von Josef Großmann im Stadtteil Strietwald 6 Personen getauft. Die Küche des Anwesens diente in der Folge als Versammlungsraum. Als diese durch weiteren Zuwachs zu klein
Gemeinde 1954 im Strietwaldwurde, wich man zunächst auf das Wohnzimmer aus. Später stellte dann Josef Großmann das gesamte Obergeschoß seines Hauses zur Verfügung. In der Nachkriegszeit kamen auch einige amerikanische Adventisten zum Gottesdienst. Eine Familie von ihnen, die Familie Allen, spendete damals das erste Harmonium.

 Deutsche Strasse aussen  

1955 platzte auch das Obergeschoß aus allen Nähten und 3 Jahre lang traf sich die Gemeinde in der Gaststätte "Lohrer Hof" zum Gottesdienst, bevor am 12.4.1958 in der Deutschen Straße endlich ein eigener Raum erworben werden konnte.

 Deutsche Strasse Innen

 


In der ganzen Zeit wurde die Gemeinde von Pastoren aus Wertheim, Darmstadt, Frankfurt oder Hanau betreut. Erst im Jahre 1967 erhielt sie einen eigenen Prediger, Helmut Ehret. Es folgten die Pastoren Friedbert Linder, Karl-Heinz Huber, Bernd Bangert, Horst Meyer und Hubert Kazmierczak. Dazwischen liegen zwei kurze Perioden, in denen sich die Prediger Horst Kraus aus Würzburg und Hans Pfeuffer aus Wertheim um die Gemeinde kümmerten. Nach einem Jahr ohne eigenen Seelsorger ist seit 2005 Martin Wanitschek für die Gemeinden Aschaffenburg, Bad Mergentheim und Wertheim als Pastor zuständig.


Die Anzahl der Gemeindeglieder wuchs von 40 im Jahre 1950 über 46 in 1960 und 73 in 1970 auf 100 im Jahre 1980, so daß auch der Raum in der Deutschen Straße zu klein wurde. Am 5.2.1977 wurde das Gemeindezentrum an der Steinrückenstraße eingeweiht und bietet seitdem Platz für die Bedürfnisse der Gemeinde.

 

 

Diashow mit Bildern aus unsrer Geschichte  

 

Allgemeine Informationen zur Entstehung der Adventisten.